Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt

Mit dem Arbeitsmarkt steht und fällt gesellschaftlicher Zusammenhalt und die Existenz von sozialer Sicherheit. In der Vergangenheit ist es über tiefgreifende Reformen wie der „Agenda 2010“ gelungen, die Arbeitslosigkeit nachhaltig zu senken und die Zahl der Erwerbstätigen signifikant zu erhöhen. Für die einzelnen Sozialversicherungszweige ist diese positive Entwicklung ein Segen. Sind doch so viele Beitragszahler wie noch nie für ein solides finanzielles Fundament verantwortlich. Sorgen bereiten allerdings aktuelle politische Vorhaben, die die Reformanstrengungen der letzten Jahre torpedieren.

 

Familienunternehmen

Fachkräftemangel

Der Fachkräftemangel ist auch Im Jahr 2019 die Sorge „Nummer 1“ bei den Familienunternehmern. Trotz großer Anstrengungen der Unternehmen u.a. bei der Ausbildung, werden ihnen seitens der Politik immer wieder Steine in den Weg gelegt, um qualifizierte Arbeitskräfte zu finden und zu halten. Die abschlagsfreie Rente mit 63, die unzureichende Infrastruktur bei der Kinderbetreuung oder das ausbaufähige Bildungssystem sind nur einige Beispiele, die dazu führen, dass ältere Fachkräfte zu früh die Betriebe verlassen, dass insbesondere gut qualifizierte Frauen nur Teil- statt Vollzeit arbeiten können und dass noch immer rund 50.000 Jugendliche im Jahr die Schulen ohne Schulabschluss verlassen.

 

Stellungnahme

Zum Entwurf eines Fachkräfteeinwanderungsgesetzes

Lobend äußern sich DIE FAMILIENUNTERNEHMER und DIE JUNGEN UNTERNEHMER hinsichtlich der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen im neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Positiv ist zudem, dass der Gesetzgeber mit dem neuen Gesetz gleiche Regelungen für akademische Fachkräfte wie für jene, mit Berufsausbildung schafft. Hier erhoffen sich DIE FAMILIENUNTERNEHMER und DIE JUNGEN UNTERNEHMER weniger Bürokratie. Kritisch wird allerdings das Fehlen eines Punktesystems gesehen, welches zu einer besseren Steuerung und mehr Transparenz beigetragen hätte. Außerdem bricht die Bundesregierung mit der Einführung der „Beschäftigungsduldung“ ihren Grundsatz, „Asyl“ und „Zuwanderung“ klar voneinander trennen zu wollen.

 

Fächkräftezuwanderungsgesetz

Ein modernes Fachkräftezuwanderungsgesetz

Mit den Vorschlägen für ein modernes Fachkräftezuwanderungsgesetz wollen die Familienunternehmer die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte nach Deutschland attraktiver machen. Dabei sprechen sich die Familienunternehmer aber grundsätzlich für die Beibehaltung der Trennung von „Asyl“ und „Zuwanderung“ aus. Der sog. „Spurwechsel“ sollte nur in engen Grenzen stattfinden können und per Stichtag einmalig geregelt werden. Den Kern der Vorschläge der Familienunternehmer bildet ein transparentes und unbürokratisches Punktesystem, welches sich an Akademiker wie Nicht-Akademiker richtet.

 

Teilzeitrecht

Auch der neue Gesetzesentwurf erschwert die Personalplanung und verschlimmert den bestehenden Fachkräftemangel!

Der neue Referentenentwurf zur Weiterentwicklung des Teilzeitrechts will weiterhin vornehmlich Arbeitnehmerinnen aus der vermeintlichen „Teilzeitfalle“ herausholen. In der entsprechenden Stellungnahme zu dem Gesetz machen DIE FAMILIENUNTERNEHMER deutlich, dass von einer „Teilzeitfalle“ weiterhin keine Rede sein kann und dass die Umsetzung des Gesetzes schwerwiegende Folgen für die Personalplanung in den Unternehmen hätte. Mittlerweile wurde die Beweislastumkehr im Kabinettsentwurf entschärft, jedoch ändert das nichts an den vielen anderen Problemen des geplanten Gesetzes.

 

Stellungnahme

Zum Gesetz zur Schaffung neuer Teilhabechancen von Langzeitarbeitslosen

Mit dem „Teilhabechancengesetz“ vollzieht die Bundesregierung eine strategische Kehrtwende.
Die arbeitsmarktpolitische Forschung der vergangenen Jahrzehnte scheint für die Bundesregierung plötzlich keine Rolle mehr zu spielen. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wirken erwiesenermaßen schädlich bei der Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt. Mit den Lohnkostenzuschüssen erschafft die Bundesregierung einen zweiten Arbeitsmarkt. Zusätzlich wird durch die Subventionierung von Arbeitskosten der Wettbewerb verzerrt. Da stellt sich die Frage, warum der Referentenentwurf der Bundesregierung diesen augenscheinlich ineffizienten Maßnahmen neues Leben einhaucht? Will die Bundesregierung etwa die Arbeitslosenstatistiken schönen, oder vielleicht neue Wählerstimmen generieren? DIE FAMILIENUNTERNEHMER präferieren Konzepte, die die direkte Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt zum Ziel haben.

 

Familienunternehmen

Solidarisches Grundeinkommen

In einer Umfrage ist die übergroße Mehrheit der Familienunternehmer der Ansicht, dass die Einführung eines solidarischen Grundeinkommens nicht dazu geeignet ist, dass die Schwächsten in unserer Gesellschaft den Weg in den ersten Arbeitsmarkt finden.

 

Familienunternehmen

Flexibles Arbeitsrecht

Wie eine Umfrage unter Familienunternehmern zeigt, empfinden viele das Arbeitsrecht als zu unflexibel. Die von der Bundesregierung geplante Regulierung der sachgrundlosen Befristung in Unternehmen ab 75 Mitarbeitern, kann sogar dazu führen, dass die Unternehmen sich bei Neueinstellungen künftig stärker zurückhalten.

 

Familienunternehmen

Beschäftigungsmotor Familienunternehmen

Auch im Jahr 2018 bauen die Familienunternehmer ihre führende Position bei Arbeits- und Ausbildungsplätzen aus. Allerdings plagen die Unternehmen auch einige Sorgen: Die Größte davon ist der zunehmende Fachkräftemangel.

 

15.08.2018

Familienunternehmer zur Rente mit 63: Fachkräfteflucht in den Ruhestand

Reinhold von Eben-Worlée fordert eine Diskussion ohne Scheuklappen

Aktuellen Zahlen zufolge profitieren überwiegend fitte Fachkräfte von der 2014 eingeführten abschlagsfreien Rente mit 63. Nur rund ein Fünftel ist vor Rentenbeginn keinem Job nachgegangen. Längere Krankheitszeiten sind Einzelfälle. „Die SPD und ihre damalige Renten-Ministerin Andrea Nahles begründeten die vorgezogene Rente mit 63 mit solchen Einzelfällen“, so Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbands DIE FAMILIENUNTERNEHMER. „Die Zahlen belegen das genaue Gegenteil. Sie bestätigen das, was wir tagtäglich in unseren Betrieben erleben: Fachkräfteflucht in den Ruhestand. Insofern zieht auch das Argument nicht, dass die Rente mit 63 Altersarmut bekämpfen würde. Das tut sie nicht. Den Menschen, welche die Rente mit 63 in Anspruch nehmen, kann man keinen Vorwurf machen. Der Deal der großen Koalition zu ihren Gunsten ist zu gut – allerdings geht er zu Lasten der jüngeren Beitrags- und Steuerzahler. 1,3 Milliarden Euro pro Monat werden so mittlerweile zusätzlich von den arbeitenden...

Thema der Woche

Spurwechsel für abgelehnte Asylbewerber – kein Dauerinstrument!

 

Die große Koalition zofft sich beim „Fachkräftezuwanderungsgesetz“ um den Spurwechsel für abgelehnte Asylbewerber. Für uns Familienunternehmer ist klar, dass es keine dauerhafte Vermischung von Asyl und Zuwanderung geben darf. Beides muss grundsätzlich klar voneinander getrennt bleiben. Allerdings müssen wir auch der Tatsache ins Auge sehen, dass von den über 600.000 in Deutschland rechtskräftig abgelehnten Asylbewerbern jeder zweite mittlerweile über eine unbefristete Niederlassungserlaubnis verfügt. Viele davon sind gut integriert, befinden sich in stabilen Beschäftigungsverhältnissen und zahlen hier ihre Steuern. Es macht daher Sinn, diesen Menschen, den „Spurwechsel“ zu erlauben. Das könnte mittels einer Stichtagsregelung realisiert werden. Somit ist dann auch klar, dass es sich um eine einmalige Regelung handelt, die keine Auswirkungen auf künftige Asylbewerber hat.

 
 

Kontakt

Bohn

Leiter Arbeitsmarkt und soziale Sicherung

René Bohn
Tel. 030  300 65-480
Fax 030  300 65-390
 

Bewertung des Koalitionsvertrags

Bereich Arbeitsmarkt

Beim Bekenntnis von Union und SPD zu dem Ziel der Vollbeschäftigung, nehmen beide richtigerweise mit den Langzeitarbeitslosen jene in den Blick, die trotz der guten wirtschaftlichen Lage noch immer vom Arbeitsmarkt abgekoppelt sind. Allerdings beschränken sich beide Parteien dabei auf die Instrumente, die bereits jetzt mehr schlecht als recht funktionieren.

 

Studie

Studie IW Koeln

Familienunternehmer als gute Arbeitgeber

Der Ruf, gute Arbeitgeber zu sein, eilt Familienunternehmern des Öfteren voraus. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) bestätigt nun diese Einschätzung. Insbesondere engagieren sich Familienunternehmer für die Schwächsten der Gesellschaft und bieten bspw. Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung, mit Migrationshintergrund oder auch Älteren überdurchschnittlich oft eine Chance im Unternehmen an. Daneben tragen Maßnahmen wie freiwillige betriebliche Sozialleistungen, flexible Arbeitszeitgestaltungen oder eine hohe Anreizsetzung zur Weiterbildung maßgeblich dazu bei, Mitarbeiter an das eigene Unternehmen zu binden und so attraktiv für Fachkräfte zu sein.

 

Position Die Jungen Unternehmer

 
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