Bildungspolitik
Bildungspolitik

In der deutschen Bildungslandschaft gibt es noch dringenden Verbesserungsbedarf. Noch immer verlassen zu viele Jugendliche die Schule ohne Abschluss – dabei fehlen in unseren Familienunternehmen Fachkräfte. Und auch unsere Universitäten müssten besser werden. Dabei muss das Rad nicht immer neu erfunden werden. Auch mit einfachen Maßnahmen wie mehr Wettbewerb können bessere Leistungen erzielt werden. Ein Mittel dazu wäre die Einführung von Bildungsgutscheinen. Gleichzeitig muss die Autonomie von Schulen und Hochschulen gestärkt werden.

 

Positionspapier

Unternehmer für Familien

Man mag es kaum glauben, aber auch für Familienunternehmer spielt Familien- und Bildungspolitik eine extrem wichtige Rolle. Ob unter dem Gesichtspunkt des Fachkräftemangels, die Bildung potentieller Azubis, die Ausgestaltung nachhaltiger sozialer Sicherungssystem oder dem effizienten Einsatz staatlicher Mittel für zukünftiges Wachstum – in all diesen Bereichen ist eine gute Bildung und eine adäquate Betreuungssituation sehr relevant. Zeit sich in die Debatte einzumischen und für sinnvolle Konzepte zu streiten. Das Positionspapier zur beitragsfreien Kita ist dazu ein erster Aufschlag unseres Verbandes.

 

Schulbuchstudie

Marktwirtschaft und Unternehmertum in Deutschen Schulbüchern

DIE FAMILIENUNTERNEHMER haben gemeinsam mit DIE JUNGEN UNTERNEHMER eine Untersuchung über den Stand der Darstellung wirtschaftlicher Themen in deutschen Schulbüchern in Auftrag gegeben. Die Studie zeigt leider deutlich, wie sehr insbesondere die Erdkunde- und Geschichtsbücher immer noch von Marktskepsis geprägt sind. Es gibt jedoch auch Lichtblicke: So werden die Wirtschaftskundebücher als insgesamt sehr gelungen bewertet. Für DIE FAMILIENUNTERNEHMER bestärkt die Studie damit den Befund, dass wir dringend ein eigenständiges Schulfach Wirtschaft an allen weiterführenden Schulen brauchen.

 

Schulbuchstudie NRW

Schulbuchstudie NRW

Im Vorfeld der Landtagswahl 2017 in NRW haben DIE FAMILIENUNTERNEHMER und DIE JUNGEN UNTERNEHMER untersuchen lassen, wie es um die Darstellung wirtschaftlicher Themen in Schulbüchern in NRW steht. Das leider sehr schlechte Ergebnis zeigt deutlich, wie wichtig die Einführung eines eigenständigen Schulfachs Wirtschaft an allen weiterführenden Schulen ist. Die aktuelle Darstellung wirtschaftlicher Themen in Fächern wie Erdkunde oder Geschichte ist leider oft marktfeindlich und tendenziös.

 

Bildungspolitik

Bildung unternehmen!

Für Familienunternehmer ist Bildungspolitik eines der zentralen Felder zur Sicherung der Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Schließlich sehen wir unsere Zukunft in unserer Region. Innovativ können wir aber nur sein, wenn unsere Mitarbeiter die nötigen Grundqualifikationen vorweisen können. Schon heute zeigt sich in vielen Familienunternehmen, dass dies bei jungen Schulabsolventen leider nicht immer der Fall ist. Oftmals fehlt es an elementaren Grundfertigkeiten wie Schreiben, Lesen oder Rechnen. Einer Ausbildung im Betrieb sind damit hohe Hürden gesetzt.

Die Schule und die Eltern müssen alles unternehmen, um Kinder und Jugendliche fit für das Arbeitsleben zu machen.

Für uns Unternehmer ist es auch naheliegend, durch Wettbewerb im Bildungswesen bessere Leistungen der Schulen und Schüler hervorzurufen. Ein erster Schritt muss dabei in der Gleichbehandlung der Bildungsanbieter liegen. Es kann nicht sein, dass private Anbieter gegenüber staatlichen finanziell benachteiligt werden. Eine Gleichbehandlung ist hier überfällig. Zudem ist es eine praktische Notwendigkeit, dass Schulen endlich frei über Budget, Personal und Lehrinhalte entscheiden können. Schließlich weiß man vor Ort am besten, wie bessere Leistungen und optimale Betreuungen erreicht werden können.

Mehr Wettbewerb und mehr Autonomie können bessere Leistungen und Resultate in der Bildungspolitik zur Folge haben. Es wird Zeit, dass alte Strukturen aufgebrochen werden. Schon heute fehlen Fachkräfte in vielen Familienunternehmen.

 

Unser Ziel: Ein besseres Bildungssystem

Ein besseres Bildungssystem bedeutet für uns Familienunternehmer vor allem, dass Kinder und Jugendliche so gut wie möglich auf das richtige Leben vorbereitet werden. Eine umfassende Bildung in diesem Sinne schließt Theorie und Praxis ein. Oberstes Ziel muss dabei die Qualität der Bildungsangebote sein. Auch die Qualität der Anforderungen darf nicht ausgehöhlt werden.

 
 
Wettbewerb: Ein Mittel zur Qualitätssteigerung

Ein besonders aussichtsreiches Mittel zur Qualitätssteigerung im Bildungssektor ist die Einführung, bzw. Intensivierung des Wettbewerbes. Dabei müssen einerseits die Nachfrager von Bildungsangeboten – Eltern, Schüler, Auszubildende und Studenten – in ihrer Entscheidungsfreiheit gestärkt werden, damit sie mit ihren Füßen abstimmen können. Andererseits müssen wir das Bildungssystem auf Anbieterseite öffnen, damit staatliche und freie Schulen, Universitäten und Kindergärten verschiedene Bildungsangebote entwickeln können.

 
 
Autonomie von Bildungseinrichtungen erhöhen

Staatliche Kindergärten, Schulen und Universitäten stehen immer noch viel zu sehr unter dem direkten Einfluss der Ministerial- und sonstigen Bürokratie. DIE FAMILIENUNTERNEHMER fordern, dass alle staatlichen Bildungseinrichtungen volle Entscheidungskompetenz über Personalfragen, Sachmittel und Bildungsprozesse bekommen. Die jeweilige Aufsichtsbehörde sollte nur die Festlegung von Bildungsstandards sowie die Aufsicht der Geschäftsführung der jeweiligen Einrichtung gewährleisten.

 
 
Gutscheinmodell einführen

Um den Wettbewerb zwischen staatlichen und freien Bildungseinrichtungen zu stärken, befürworten DIE FAMILIENUNTERNEHMER die Einführung von Gutscheinmodellen. Kindergärten, Schulen und Universitäten würden dann für jedes Kindergartenkind, für jeden Schüler oder Studenten einen festen Geldbetrag bekommen, mit dem sie haushalten müssten. In Hamburg gibt es beispielsweise bereits ein Gutscheinmodell in der Kita-Finanzierung, das in der Praxis sehr gut funktioniert.

 
 
Duale Ausbildung stärken!

Die Bildungsdiskussion der vergangenen Jahre wurde in Deutschland häufig mit einem völlig irrationalen Blick auf die Quote von Universitäts- und Fachhochschulabsolventen geführt, obwohl diese Quote an sich überhaupt nichts aussagt. Besonders fatal an dieser Diskussion war jedoch, dass die duale Ausbildung verbal abgewertet wurde. Dabei gilt die duale Ausbildung mit ihrer Kombination aus Theorie und Praxis zu Recht weltweit als Vorbild. Wir Familienunternehmer fordern deswegen die Stärkung der dualen Ausbildung!

 
 
Schulfach Wirtschaft flächendeckend einführen!

Um die ökonomische Bildung ist es in Deutschland nicht gut bestellt. Dies gilt für praktische Kenntnisse – viele Menschen wissen nicht, wie z. B. Zinsen funktionieren oder Versicherungen. Aber auch in volkswirtschaftliche Fragen herrscht eine große Unwissenheit, obwohl diese für viele politische Entscheidungen von großer Relevanz sind. DIE FAMILIENUNTERNEHMER fordern deswegen die flächendeckende Einführung eines Schulfachs Wirtschaft. Ergänzend könnte auch das Thema Berufswahl in einem solchen Fach sinnvoll behandelt werden.

 
 

Bildungspolitik

Die Schulqualität ist entscheidend, nicht die Schullänge – DIE FAMILIENUNTERNEHMER zur G8/G9 Diskussion

Entscheidend für die Schüler ist die Frage, wie hoch die Qualität ihrer Bildungseinrichtung ist – egal um welche Schulform mit welcher Länge es geht. Gleiches gilt natürlich auch für Eltern und für die potentiellen Arbeitgeber in Familienunternehmen. Insofern ist die aktuelle Debatte zur Schullänge eigentlich zweitrangig. Sie kommt wohl auch nur zustande, weil bei der Umsetzung von G8 zu wenig auf die Qualität geachtet wurde. Einfach nur die alten Inhalte zu komprimieren und dann die Stundenzahl zu erhöhen kann ja keine Basis für eine erfolgreiche Schulreform sein. Die große Chance, den überbordenden Stoff zu entrümpeln, wurde jedenfalls verspielt. Auch die Möglichkeit neue Inhalte einzubringen – z. B. ein Schulfach Wirtschaft – wurde nicht genutzt. So stehen wir jetzt vor der absurden Situation, dass die gerade erst eingeführte G8 wieder zurück genommen werden soll. Und dabei ist eigentlich allen Beteiligten klar: Das ständige Hü und Hott in der Bildungspolitik schadet! Lehrer und Schüler brauchen Zeit und Ruhe zum Lernen, statt sich alle zwei Jahre auf andere Schulstrukturen einzustellen.

 

04.07.2017

Familienunternehmer zum Wahlprogramm der Union

Bewertung der CDU/CSU-Forderungen im Detail

Viel steht auf den 75 Seiten des Wahlprogramms von CDU und CSU mit dem Titel „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben.“ DIE FAMILIENUNTERNEHMER haben genau hingeschaut.

Thema der Woche

Bildung braucht Wettbewerb

 

Thüringen, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz – das sind die Länder, die die Bundesregierung auffordern wollen über eine Aufhebung des Kooperationsverbots zu verhandeln. Soll nun der Bund blechen, weil einzelne Länderregierungen – zu bemerken: allesamt rot regiert – ihre Inkompetenz ausgerechnet in der Bildung beweisen? Für sie soll eine Aufhebung heißen: Der Bund darf zahlen, aber wir bestimmen wie schlecht junge Menschen auf ihr Leben vorbereitet werden.

DIE FAMILIENUNTERNEHMER setzen sich für wettbewerbsorientierte Bildung ein - für einheitliche Vergleichsstandards, die uns zeigen, welche Länder in ihren Bildungskompetenzen versagen – für Anreize die Bildung im Land zu verbessern – nicht, um klammheimlich den Rückstand durch Finanzierung des Bundes zu vertuschen.

 
 

Kontakt

Borrmann

Leiter Energie- und Bildungspolitik

Henry Borrmann
Tel. 030  300 65-481
Fax 030  300 65-390
 

Publikation

Soziale Marktwirtschaft neu denken

In der Broschüre „Soziale Marktwirtschaft neu denken“ der Jenaer Allianz werden Vorschläge unterbreitet, wie die ökonomische Bildung in Deutschland verbessert werden kann. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von ökonomischen Inhalten in Lehrerausbildung und Schulen, sondern auch um eine Verbesserung der Allgemeinbildung in wirtschaftlichen Fragen. Die Jenaer Allianz zur Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft ist ein Kooperationsnetzwerk von Organisationen, Institutionen und Persönlichkeiten, die sich der ordnungspolitischen Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft verpflichtet fühlen.

 

Position Die Jungen Unternehmer

 
Partner
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