06/2019 | Das, was übrig bleibt

06/2019 | Das, was übrig bleibt

Das Kompromissmodell will die Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer künftig an einer Handvoll Kriterien festlegen. Die Nettoklatmiete und der Bodenrichtwert sind zwei relativ komplizierte Kriterien. Wenn es darum geht, grob-typisiert regionale Besonderheiten zu berücksichtigen, stellt sich die Frage, warum die beiden komplizierten Parameter herangezogen werden. Eines davon muss reichen. Das, was übrig bleibt, muss so ausgestaltet werden, dass keine Form eines Sachwertverfahrens zustande kommt. Denn dies wäre für die gewerbliche Wirtschaft in puncto Praktikabilität die Grundsteuerhölle.

Das Kompromissmodell will die Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer künftig an einer Handvoll Kriterien festlegen: durchschnittliche Mietkosten, Bodenrichtwerte, Baujahr eines Gebäude und Grundstückswert nach Fläche. Die letztgenannten Kriterien versprechen immerhin Einfachheit. Wenn es aber darum geht, grob-typisiert regionale Besonderheiten zu berücksichtigen, stellt sich die Frage, warum gleich zwei, relativ komplizierte Parameter herangezogen werden sollen: Nettokaltmiete UND Bodenrichtwert. Eines davon muss reichen. 

Das, was übrig bleibt, muss so ausgestaltet werden, dass weder ein Sachwertverfahren noch ein „vereinfachtes Sachwertverfahren“ benötigt wird. Denn in der Erfordernis dessen läge für die gewerbliche Wirtschaft in puncto Praktikabilität die Grundsteuerhölle.


 
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