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12.04.2018

Familienunternehmer-Tage: Bundeswirtschaftsministerium muss Potenzial ausschöpfen

Reinhold von Eben-Worlée: Mehr Service muss auch mehr soziale Marktwirtschaft bedeuten

Die Familienunternehmer-Tage 2018 sind heute in Wiesbaden gestartet. Verbandspräsident Reinhold von Eben-Worlée erklärte in seiner Eröffnungsrede: „Der Koalitionsvertrag der neuen Regierung gibt Familienunternehmen nicht viel Grund zur Freude.“ Allerdings stecke im Wirtschaftsministerium viel Potenzial, in dieser Legislaturperiode etwas zu bewegen – in Richtung einer freien, sozialen Marktwirtschaft. „Wenn Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier wie angekündigt sein Haus in ein Service-Ministerium für Unternehmer umbauen will, dann gehört auch dazu, wieder marktwirtschaftlicher zu denken“, fordert von Eben-Worlée.  
 
Vor allem zwei Themen beunruhigen Familienunternehmer aktuell: der drohende Handelskrieg und die teure Energiepolitik ohne CO2-Einsparung. Viele Familienunternehmen sind fester Bestandteil der globalen Produktionsketten. Sie profitieren von offenen Märkten. „In Handelsfragen bedarf es jetzt konstruktiver Dialoge. Deswegen müssen sich Deutschland und die EU für eine Stärkung der Welthandelsorganisation WTO einsetzen. Das ist die Institution, bei der alle gegenseitigen Anschuldigungen verhandelt werden müssen“, so von Eben-Worlée. Zur Energiepolitik erklärt er: „Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist ein Irrweg! Die Folge: Explodierende Stromkosten für produzierende Unternehmen, ohne dass auch nur ein Gramm CO2 eingespart wird. Das EEG gehört abgeschafft. Im Gegenzug muss der CO2-Emmissionshandel gestärkt werden.“
 
Unternehmen stehen vor vielen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Dabei wird familiengeführten Betrieben eine besondere Bedeutung zugeschrieben, die auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier in seiner Rede unterstrich: „Stolze 180.000 Familienunternehmer gibt es in Deutschland, viele davon in Hessen. Mit ihrer Innovationskraft sind sie Garant für die starke wirtschaftliche Lage in unserem Land und branchenübergreifend Arbeitgeber für acht Millionen versicherungspflichtige Beschäftigte. Viele Familienunternehmen haben ihren Firmensitz nicht nur in den Großstädten, sie sind oftmals auch in der Fläche aktiv und dort meist fest verankert. Wir als Hessische Landesregierung unterstützen dies unter anderem mit der Regionalförderung kleiner und mittlerer Unternehmen und stärken damit den ländlichen Raum. Mit allen Förderinstrumenten zusammen wurde die gewerbliche Wirtschaft in Hessen 2017 in fast 1.000 Fällen mit einem Investitionsvolumen von 460 Millionen Euro gefördert.“
 
Zu Gast bei den Familienunternehmer-Tagen sind in diesem Jahr u. a. der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Dr. Bruno Kahl, die Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, Professorin Renate Köcher sowie der einzige Ministerpräsident einer schwarz-grünen Regierung, Volker Bouffier, und sein grüner Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier. Fotos können Sie im Laufe des Tages auf unserer Website abrufen.
 

 

DIE FAMILIENUNTERNEHMER (ehemals Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger Unternehmer - ASU e.V.) folgen als politische Interessenvertretung für mehr als 180.000 Familienunternehmer den Werten Freiheit, Eigentum, Wettbewerb und Verantwortung. Die Familienunternehmer in Deutschland beschäftigen in allen Branchen rund 8 Millionen Mitarbeiter und erwirtschaften jährlich einen Umsatz in Höhe von 1.700 Milliarden Euro.

DIE FAMILIENUNTERNEHMER e.V.
Klaus-Hubert Fugger
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