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30.01.2019

Familienunternehmer kritisieren BWE und VDMA.

Reinhold von Eben-Worlée: „Forderung der Windkraft-Lobbyisten ist dreist und undemokratisch.“

Der Brutto-Zubau von Windrädern sackte 2018 an Land im Vergleich zum Vorjahr stark ab. Der Bundesverband Windenergie (BWE) und der Maschinenbauverband VDMA forderten gestern die Koalition auf, im Raumordnungsgesetz des Bundes den Bundesländern vorzuschreiben, zwei Prozent ihrer Fläche für Windenergie auszuweisen. Elemente aus dem Planungsbeschleunigungsgesetz sollen für Verkehrswege auf Windkraft übertragen werden.

 
Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbands DIE FAMILIENUNTERNEHMER:
„Dieser Vorstoß der Windkraft-Lobbyisten ist dreist. Die Schwierigkeiten der Windkraftbranche sind allein Folge abnehmender Akzeptanz der Bürger gegenüber dieser Form der Stromerzeugung. Nun vom Bund zu fordern, die Beteiligungsmöglichkeiten der Bürger zu minimieren und die Länder zu zwingen, entsprechende Flächen auszuweisen, ist eine gefährliche Umgehung demokratischer Strukturen. Frei nach dem Motto: Wenn der Bürger nicht will, wird er zu seinem Glück gezwungen. Damit mögen vielleicht die bundesdeutschen Ausbauziele erreicht werden, für die Akzeptanz der Energiewende und das Vertrauen der Bürger in die politischen Institutionen aber ist dies fatal. Ausgerechnet grüner Strom führe so zu mehr Zentralismus, was ohne Zweifel deutliche Spuren bei den Landtags- und Kommunalwahlen hinterlassen würde.“
 
„Die Bundesregierung sollte die freche Forderung zum Anlass nehmen, statt dessen das Planungsrecht noch näher an die Kommunen zu rücken. Besser wäre es ohnehin, den Kommunen die Planungshoheit zu übertragen und betroffene Bürger damit direkt an der Meinungsbildung zu beteiligen. Statt per Dekret ihre staatliche Garantie-Rendite einzusacken, müssten so die Windkraftbetreiber vor Ort die Bürger argumentativ mit ins Boot holen“, so von Eben-Worlée.
 
Von Eben-Worlée: „Die Zeit der phantasielosen Massenproduktion muss beendet werden. Bereits jetzt liegt die installierte Erzeugungskapazität im Strombereich bei über 200 Gigawatt. Die nachgelagerte Leistungsspitze aber beträgt nur rund 80 Gigawatt. Windkraftanlagen müssen daher immer häufiger abgeregelt werden, was den Windbaronen jährlich mehrere hundert Millionen Euro leistungsloses Einkommen einspielt. Noch mehr Windkraft-Anlagen verschärfen dieses Kostenproblem noch.“

 

DIE FAMILIENUNTERNEHMER (ehemals Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger Unternehmer - ASU e.V.) folgen als politische Interessenvertretung für mehr als 180.000 Familienunternehmer den Werten Freiheit, Eigentum, Wettbewerb und Verantwortung. Die Familienunternehmer in Deutschland beschäftigen in allen Branchen rund 8 Millionen Mitarbeiter und erwirtschaften jährlich einen Umsatz in Höhe von 1.700 Milliarden Euro.

DIE FAMILIENUNTERNEHMER e.V.
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