Die Digitale Revolution – und was sie für Familienunternehmen bedeutet

Die Digitale Revolution – und was sie für Familienunternehmen bedeutet

Welche Herausforderungen und Chancen bietet die Digitalisierung?

Der Titel dieses Beitrags kommt nicht von ungefähr – es handelt sich um das Leitthema der 11. Konferenz Familienunternehmen der WHU-Otto Beisheim School of Management in Kooperation mit dem Verband der Familienunternehmer und dem Family Business Network Deutschland im nächsten Jahr. Die Konferenz findet auf dem Campus der WHU in Vallendar von Freitag, 24. bis Samstag, 25. Juni 2016 statt. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt diesen Termin reservieren würden. Weitere Informationen werden Ihnen zeitnah zugehen.

Natürlich stellt die Digitale Revolution nicht nur die Familienunternehmen vor große Herausforderungen, sondern die Gesellschaft als Ganzes. Manch einer sieht nur Chancen, andere bloß Risiken. Google lässt uns alle von selbstfahrenden Autos träumen. Bis dahin gibt es aber noch viel Klärungsbedarf politischer und juristischer Natur – Haftungsfragen, mögliche Änderungen der Straßenverkehrsordnung, etc. Und die Verkehrspolitik ist dabei nur ein Feld von vielen. Kosten und Nutzen des Datenschutzes im neuen Zeitalter gilt es intelligent abzuwägen. Nicht zuletzt werden wir auch unsere sozialen Sicherungssysteme auf andere Füße stellen müssen, wenn neue Arbeitsverhältnisse (Stichwort neue Selbständigkeit durch Uber, etc.) entstehen und einige sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse durch Robotik ersetzt werden. Zu letzterem Thema versuchen wir gerade an meinem Lehrstuhl für Generationenübergreifende Wirtschaftspolitik, welcher vom Verband der Familienunternehmer gestiftet wurde, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Dabei stellen wir uns die Frage, wie sich die Digitalisierung in Kombination mit der Alterung unserer Gesellschaft auf den Arbeitsmarkt auswirken wird und welche Stellschrauben zu beachten sein werden.

Familienunternehmer und -unternehmen sind an solchen Themen ganz besonders interessiert, gelten sie doch naturgemäß dem Standort Deutschland verpflichteter als mancher Großkonzern. Doch auch für Familienunternehmen gibt es fernab der Politik ganz spezifische, betriebswirtschaftliche Fragen zu klären: Wie gestalte ich den digitalen Wandel in meinem Unternehmen? Wie kann mir die Nachfolgegeneration dabei behilflich sein? Was ist mit meinen Arbeitnehmern und wie können sie auf diesem Weg mitgenommen werden? Was bedeutet das Thema Datensicherheit für mich, meine Familie und mein Unternehmen ganz konkret? Ist alles, was technisch möglich ist, auch betriebswirtschaftlich sinnvoll? Wie muss ich meine Kommunikationspolitik im Zeitalter von Twitter gestalten?

Solche und andere Fragen wollen wir uns auf der Konferenz stellen und mit Ihnen in Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops erörtern. Unsere wissenschaftliche Expertise kann dabei nur die eine Seite der Medaille sein, Ihre praktischen Erfahrungen im Austausch mit anderen Unternehmern sind die andere. Bei einem solch komplexen Thema hat niemand alle Antworten, weswegen wir Sie nicht nur als Zuhörer, sondern auch als Partner im Dialog benötigen.

Es ist die 11. Konferenz Familienunternehmen an der WHU, und wir haben den Anspruch, diese Veranstaltung als die Wissenschaftskonferenz für Familienunternehmer und Familienunternehmen zu etablieren. Wissenschaft und Praxis zu vereinen ist für uns kein Widerspruch, sondern im Gegenteil unser Anspruch. Das Thema Familienunternehmen ist an der WHU breit aufgestellt und soll in Zukunft auch noch weiter ausgebaut werden. Dies sieht man im Besonderen am Organisationsteam der nächstjährigen Konferenz: Neben den WHU-Studierenden sind diesmal insgesamt sechs Professoren der WHU beteiligt. Neben meiner Person sind dies Frau Prof. Dr. Nadine Kammerlander, Lehrstuhl für Familienunternehmen, Frau Prof. Dr. Christina Günther, IHK-Lehrstuhl für kleinere und mittlere Unternehmen, Prof. Dr. Franz Kellermanns und Prof. Dr. Peter May, beide assoziiert am Lehrstuhl für Familienunternehmen sowie Jun.-Prof. Dr. Max Leitterstorf, Merck-Finck-Juniorprofessur für Finanzierung von Familienunternehmen. Abgerundet wird dieses Team durch den Verband der Familienunternehmer und das Family Business Network Deutschland.

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich bereits heute die Konferenz in Ihrem Kalender vormerken würden. Weitere Informationen erhalten Sie in Kürze über den Verband oder unsere Webseite unter www.konferenz-familienunternehmen.de. Im Namen des gesamten Organisationsteams lade ich Sie herzlich nach Vallendar ein.


Kurz-Biografie

Prof. Dr. Christian Hagist

Er ist Inhaber des Lehrstuhls für generationenübergreifende Wirtschaftspolitik an der WHU Otto Beisheim School of Management. Hagist studierte von 1998 bis 2003 Volkswirtschaftslehre an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und an der University of Wisconsin-Madison (USA) und wurde im Jahr 2007 mit dem Thema „Demography and Social Health Insurance“ bei Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen promoviert. Die Dissertation wurde von der Universität Freiburg mit dem Friedrich-August-von-Hayek-Preis ausgezeichnet. Seine anschließenden Forschungsarbeiten zeichnete die Friedrich-Schiller-Universität Jena im Jahr 2011 mit dem Walter-Eucken-Preis aus. Vor der Übernahme der Professur an der WHU war Hagist Akademischer Rat an der Universität Freiburg und wurde dort 2012 mit „Studien zur Finanzwissenschaft des demografischen Wandels, der Finanzierung öffentlicher Güter und der Gesundheitsökonomik“ habilitiert. Forschungs- und Lehraufenthalte führten Dr. Hagist an die Universität Bergen in Norwegen und an die Université Paris XII in Frankreich.

 
 
Partner
Logo Deutsche BankLogo HDILogo KPMGLogo FBNLogo EFB