Arbeitsmarkt

 

Mindestlohn

Staatliche Lohnfestsetzung mit negativen Folgen

Nach dem bereits in der Vergangenheit unter Schwarz-Gelb eine Branche nach der anderen mit einem eigenen Mindestlohn versehen wurde, schickt sich nun die neue Koalition aus Union und SPD an, einen flächendeckenden Mindestlohn über das ganze Land zu legen. Die Warnungen vor einem Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro/Stunde bleiben ungehört. Dabei zeigt das Beispiel Frankreich ganz deutlich, wohin sich ein Arbeitsmarkt entwickelt, in dem der Staat die Löhne festlegt. Kaum Chancen für Geringqualifizierte in Beschäftigung zu kommen und hohe Jugendarbeitslosigkeit. Da hilft es auch nicht, wenn sich die Koalitionäre auf eine Lohnkommission einigen, die über die Höhe des Mindestlohns befinden sollen. Solange die Marke von 8,50 Euro nicht unterschritten werden darf, ist auch diese Kommission nur ein Feigenblatt für die angebliche Wahrung der Tarifautonomie.

 

Kombilohn

Besser Arbeit statt Arbeitslosigkeit subventionieren

Vermehrt Arbeitslose und Geringqualifizierte in Beschäftigung zu bringen ist eine große Herausforderung. Oftmals reicht die Produktivität dieses Personenkreises nicht aus, um Löhne auf einem höheren Niveau zu erzielen. Abhilfe kann hier ein Lohnzuschuss durch den Staat, das Kombilohnmodell, schaffen. Somit wird Beschäftigung für jene gefördert, die sich sonst in der Arbeitslosigkeit befänden und Empfänger von Sozialtransfers wären.

 

Entgeltgleichheitsgesetz

Neuer Gesetzentwurf zur Entgeltgleichheit – trotz Verbesserungen bleibt das Gesetz überflüssig!

Das Kabinett hat nach langem Gezerre den veränderten Gesetzentwurf des Familienministeriums zur Entgeltgleichheit gebilligt. Gut ist, dass kleinere und mittlere Unternehmen nun vom individuellen Auskunftsanspruch der Arbeitnehmer hinsichtlich des Lohnvergleiches mit den Kollegen ausgenommen werden. Auch dass der Arbeitgeber künftig kein Mindestgehalt in Stellenausschreibungen hinein schreiben muss, ist zu begrüßen. Wesentlich schlechter dagegen ist, dass die Regelungen zum individuellen Auskunftsanspruch noch immer deutlich über den Koalitionsvertrag hinausgehen. Im aktuellen Gesetzentwurf sind davon Unternehmen ab 200 Mitarbeiter betroffen. Im Koalitionsvertrag war noch von Unternehmen ab 500 Mitarbeitern die Rede. Hinzu kommt, dass beim Vergleich mit dem Lohn der Kollegen nicht nur der reine Bruttolohn sondern zusätzlich noch zwei weitere Entgeltbestandteile (Sonderzahlungen, Dienstwagen etc.) berücksichtig werden müssen, was den bürokratischen Aufwand für den Arbeitgeber deutlich erhöht.

Die Änderungen im neuesten Gesetzentwurf dürfen allerdings nicht darüber hinweg täuschen, dass die Bewertung des Gesetzes bestehen bleibt: Es ist fernab der unternehmerischen Realität und absolut überflüssig!

Die Lohnlücke ist bis auf wenige Prozent statistisch erklärbar und geht übrigens zu großen Teilen (rund 13 Prozent) auf die mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf zurück, wenn man davon ausgeht, dass diese die Berufserfahrung, den Erwerbsumfang sowie die berufliche Stellung beeinflusst. Insofern wäre für die Frauen sehr viel mehr getan, wenn man bspw. die Betreuungsinfrastruktur für Kinder unter drei Jahren verbessern würde. Hier fehlen bundesweit noch immer rund 230.000 Plätze.

 

 

Die Position DIE JUNGEN UNTERNEHMER

 
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