Integration von Flüchtlingen
 

Integration von Flüchtlingen

1 Million neue Arbeitsplätze – wie schaffen wir das?

In den vergangen Monaten sind über 1 Million Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Die Meisten sprechen die deutsche Sprache nicht und die Wenigsten sind für die hiesigen teils hochtechnisierten Wirtschaftsabläufe gewappnet. Doch eine Integration in unsere Gesellschaft funktioniert nur über eine Integration in unsere Arbeitswelt. So erhalten sie nicht nur eine berufliche Perspektive, sondern bekommen auch die Chance, selbst für ihren Lebensunterhalt aufzukommen, soziale Kontakte zu knüpfen und Deutsch zu lernen.

Die Agenda 2010 hat bis zu 800.000 Arbeitsplätze geschaffen. Unsere Volkswirtschaft müsste aber bei Beibehaltung des jetzigen Flüchtlingszustroms etwa jedes Jahr so viele Menschen zusätzlich in Lohn und Brot bringen. Eine enorme Herausforderung für die es enorme Anstrengungen bedarf. Eine Agenda für Flüchtlinge ist gefragt. Wie die aussehen könnte, zeigen folgende Ideen.

 

Den Flüchtlingen starke Anreize zur eigenen Qualifikation zum frühestmöglichen Zeitpunkt bieten:
  • Vor der Aufnahme einer Ausbildung oder der Berufstätigkeit ist eine staatliche „Vorausbildung“ vorzuschalten, welche an drei Tagen/Woche Sprach- bzw. Staatskundeunterricht und an zwei Tagen/Woche ein Praktikum im Betrieb vorsieht.
  • Triale Ausbildung (bis zu 4 Jahre mit Schwerpunkt des vertiefenden Spracherwerbs). Die triale Ausbildung sollte zur Gänze auf betrieblicher Ebene stattfinden, damit die Migranten nicht zu viel hin und her geschickt werden, sondern ankommen können.
  • Einwanderungsrecht, Familiennachzug und höhere soziale Sicherung durch Punkte für Qualifikation und Bildung erarbeiten
  • (Teilweise) Steuerbefreiung für Familien, deren Kinder Schulabschlüsse schaffen
  • Unternehmensgründungen durch Flüchtlinge nach Qualifizierungserfolgen ermöglichen
  • Das „A und O“ wird es sein, den Migranten zu erklären, dass es in Deutschland noch etwas zwischen Studium und „Schnelles-Geld-Machen“ gibt: Die „duale Ausbildung“ zum Facharbeiter.
 
 
Den Arbeitgebern Anreize zur Einstellung von Flüchtlingen bieten:
  • Dienstleistungsvertrag mit Staat: 1.000 Euro je Migrant im Monat für Abstellung erfahrener Mitarbeiter für Sprachvermittlung (Fachsprache und Anwendung Umgangssprache) und Betreuung im Betrieb für maximal 2 Jahre
  • Sozialversicherungsbeiträge für einige Jahre halbieren
  • Früheren Einstieg in Zeitarbeitsverhältnisse erleichtern
  • Zeitlich befristete Ausnahmen vom Mindestlohn, auch um Fehlanreize zur Nicht-Aufnahme einer Ausbildung zu vermeiden.
  • Kündigungsschutz schrittweise in Abfindungsmodell umwandeln
  • Eigenkapital steuerlich mit Fremdkapital gleichstellen, um die neuen zusätzlichen Personalkosten gegen Konjunktureinbrüche abzusichern
 
 
Beschleunigung von Investitionen und Wachstum in Deutschland:
  • Revitalisierung des ländlichen Raums mit Förderprogrammen, die mit Beschäftigung und Residenzpflicht für Flüchtlinge verbunden werden
  • Bei Stromkosten alle staatlichen Preisbestandteile einfrieren
  • Stromnetze mit Investitionsvorranggesetz schnell ausbauen
  • Veränderung der Regularien für Pensionskassen und Lebensversicherungen, so dass deutlich mehr Kapital in Infrastruktur-Finanzierung fließt
  • Veränderung der Regularien für Pensionskassen und Lebensversicherungen, so dass deutlich mehr Kapital in Infrastruktur-Finanzierung fließt
 
 

Positionen

Flüchtlinge – wie schaffen wir die Integration?

2015 sind rund eine Million Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Auch wenn der Zustrom künftig geringer werden sollte, es werden auch in den nächsten Jahren Migranten kommen, die weder die deutsche Sprache beherrschen noch hier gängige Berufsqualifikationen mitbringen – insbesondere nicht für eine Industrie 4.0. Sprache und Qualifikation sind aber die Voraussetzung, um am Arbeitsprozess teilzunehmen. Arbeit bedeutet für Migranten zweierlei: Sie verdienen damit ihren eigenen Lebensunterhalt und werden erheblich schneller in unsere Gesellschaft integriert.

Wenn also Arbeit das wirkungsvollste Mittel für Integration ist, müssen wir die Frage beantworten: „Wie schaffen wir hunderttausende zusätzliche Arbeitsplätze?“

 

Infografik

 

Video

Familienunternehmer zur Flüchtlingspolitik

 

Positionspapier

1 Million neue Arbeitsplätze – wie schaffen wir das?

Alle Ideen im Detail finden Sie in unserem Diskussionspapier „1 Million neue Arbeitsplätze – wie schaffen wir das?“.

 

Broschüre

Potenziale nutzen - geflüchtete Menschen beschäftigen

Die Bundesagentur für Arbeit hat in einer Broschüre alle wichtigen Informationen zur Beschäftigung von Flüchtlingen für Unternehmen zusammengefasst.

 
 
Partner
Logo Deutsche BankLogo AXALogo KPMGLogo FBNLogo EFB