Regionalkreis: Dortmund
23.06.2017

Macrons Mindestpreis für CO2-Emissionen träfe vor allem industrielle Familienunternehmen

Reinhold von Eben-Worlée: Europäischer Mindestpreis nur, wenn das nationale EEG abgeschafft wird

Frankreichs neuer Präsident fordert Medienberichten zufolge einen Mindestpreis für Kohlenstoffdioxid-Emissionen in Europa. Emmanuel Macron schwebt eine Höhe von 30 Euro je Tonne CO2-Ausstoß vor. Diese Forderung würde die französische Industrie kaum belasten, da sie vor allem CO2-freien Atomstrom nutzt. Sie würde jedoch viele industrielle Familienunternehmen in Deutschland treffen, die bei wenig Sonne und Wind weiterhin auf Strom aus CO2-emittierenden Kohle- und Gas-Kraftwerken angewiesen sind.  
Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbands DIE FAMILIENUNTERNEHMER: „Sogenannte energieintensive Unternehmen würden weiterhin kostenlose CO2-Zertifikate erhalten. Aber unser industrieller Mittelstand, der nicht als energieintensiv eingestuft ist, aber dennoch enorme Energiekosten schultert, würde voll getroffen. Diese Unternehmen müssten dann versuchen, Macrons Mindestpreis auf die Verbraucher zu überwälzen, damit sie im Kostenwettbewerb nicht untergehen oder durch Restrukturierung und Arbeitsplatzaufbau versuchen, ihre internationale Konkurrenzfähigkeit zu erhalten.“
 
Von Eben-Worlée weiter: „Sollte die Bundesregierung überlegen, dem Vorschlag von Macron zu folgen, dann müsste sie im Gegenzug die nationale Erneuerbare-Energien-Abgabe (gem. EEG) abschaffen. Dann – und nur dann – ließe sich über den französischen Vorstoß debattieren. Denn wenn zusätzlich zum deutschen, planwirtschaftlichen EEG-Sonderweg nun auch noch auf europäischer Ebene in das einzig marktwirtschaftliche Instrument – den Emissionshandel – mit Mindestpreisen eingegriffen wird, würde das bei zahlreichen industriellen Familienunternehmen den Stecker ziehen.“

 

DIE FAMILIENUNTERNEHMER (ehemals Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger Unternehmer - ASU e.V.) folgen als politische Interessenvertretung für mehr als 180.000 Familienunternehmer den Werten Freiheit, Eigentum, Wettbewerb und Verantwortung. Die Familienunternehmer in Deutschland beschäftigen in allen Branchen rund 8 Millionen Mitarbeiter und erwirtschaften jährlich einen Umsatz in Höhe von 1.700 Milliarden Euro.

DIE FAMILIENUNTERNEHMER e.V.
Klaus-Hubert Fugger
Charlottenstraße 24
10117 Berlin

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