Landesbereich: Rheinland-Pfalz
 
21.11.2018

DIE FAMILIENUNTERNEHMER in Rheinland-Pfalz warnen vor den Auswirkungen von Brückenteilzeit

Landesvorsitzende Claudia Sturm: „Flexibilität wird heute nur noch von Arbeitnehmerseite her gedacht.“

Am Freitag berät der Bundesrat abschließend über das Brückenteilzeitgesetz. Das Gesetz soll es Arbeitnehmern ermöglichen, zeitlich befristet in Teilzeit zu arbeiten. Das Gesetz betrifft Unternehmen mit mindestens 45 Mitarbeitern. „Der moderne Arbeitsmarkt braucht Flexibilität, das stimmt. Allerdings wird Flexibilität heute nur noch von Arbeitnehmerseite her gedacht“, kommentiert Claudia Sturm, Landesvorsitzende von DIE FAMILIENUNTERNEHMER in Rheinland-Pfalz.

Flexibilität solle für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gelten. Das sei aber bei diesem Gesetz nicht der Fall, führt Sturm aus. „Es gibt bereits einen Teilzeitanspruch, der viele Mittelständler vor personalplanerische Erschwernisse stellt. Eine Teilzeit-Garantiedauer bis zu fünf Jahren bedeutet, dass die Vertretung zusätzlich fest eingestellt werden muss. Ein so langer Zeitraum kann bei Fachkräften nicht mit befristeten Stellen überbrückt werden. Also gibt es nach Ablauf der `Brückenteilzeit´ eine Stelle zu viel, obwohl sie nicht benötigt wird. Das wird für viele Unternehmen zum wirtschaftlichen Risiko“, so Sturm weiter.
 
„Die `Brückenteilzeit´ ist gut gemeint, aber schlecht gemacht. Der Gesetzgeber will Arbeitnehmern aus der ‚Teilzeitfalle‘ helfen, doch schießt er weit über das Ziel hinaus. Er geht davon aus, dass Arbeitnehmer unfreiwillig in Teilzeitarbeit verbleiben würden. Das Gegenteil ist der Fall. Laut Statistischem Bundesamt sind 85 Prozent der Teilzeitbeschäftigten in Deutschland mit ihrer Wochenarbeitszeit zufrieden. Zudem können Frauen und Männer, die aufgrund der Kinderbetreuung in der Elternzeit ihre Stunden reduzieren, automatisch nach Ende der Elternzeit wieder Vollzeit arbeiten. Von einer Teilzeitfalle kann in den meisten Fällen also nicht die Rede sein“, so Claudia Sturm abschließend.
 

 

DIE FAMILIENUNTERNEHMER (ehemals Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger Unternehmer - ASU e.V.) folgen als politische Interessenvertretung für mehr als 180.000 Familienunternehmer den Werten Freiheit, Eigentum, Wettbewerb und Verantwortung. Die Familienunternehmer in Deutschland beschäftigen in allen Branchen rund 8 Millionen Mitarbeiter und erwirtschaften jährlich einen Umsatz in Höhe von 1.700 Milliarden Euro.

DIE FAMILIENUNTERNEHMER e.V.
Klaus-Hubert Fugger
Charlottenstraße 24
10117 Berlin

Suche nach Landesbereich und Regionalkreis

 
 
 
Partner
Logo Deutsche BankLogo HDILogo KPMGLogo FBNLogo EFB