Unternehmensnahe Politik

Eine wirtschaftsnahe Politik oder eine Politik, die gute Rahmenbedingungen für Unternehmen herstellt, findet nicht allein auf den großen Feldern wie etwa Steuer- oder Arbeitsmarktpolitik statt. Auch in zahlreichen anderen Bereich kann Politik dazu beitragen, dass der Motor läuft. Dazu gehören z. B. sachgerechte Bestimmungen für das Bilanzrecht wie auch eine sinnvolle Gestaltung des rechtlichen Rahmens für den Fall, dass Unternehmen insolvent werden.

 

Unternehmensnahe Politik

 
Mitarbeiterbeteiligung

Wir Familienunternehmer können nur gemeinsam mit unseren Mitarbeitern erfolgreich sein. Für uns ist es daher eine Selbstverständlichkeit, unsere Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens teilhaben zu lassen. Zwar gibt es hierfür zahlreich Beteiligungsformen, doch ist die einfachste und ordnungspolitisch sauberste Lösung, die Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens zu beteiligen, heißt schlicht und einfach „Mehr Netto“. Die beste Form der Mitarbeitermotivation ist es, wenn von einer Lohnerhöhung des Unternehmers netto wieder mehr im Geldbeutel des Arbeitnehmers ankommt.

 
 
Bilanzrecht

DIE FAMILIENUNTERNEHMER – ASU sind zu großen Teilen bereits seit langem international aufgestellt. Schon daher haben Sie Verständnis dafür, dass es für große und am Kapitalmarkt orientierte Unternehmen geboten ist, nach IFRS-Grundätzen zu bilanzieren. Aber gerade Familienunternehmen jedweder Größe kommen auch sehr gut mit den Bilanzvorschriften des guten alten HGB zurecht. Niedrigstwertprinzip und die allgemeinen Vorsichtigkeitsgrundsätze passen hier in Punkto Unternehmenskultur und Langfristigkeit einfach nach wie vor besser. Konservative Bilanzierungstraditionen sind die beste Medizin gegen jede Art von Blasenbildung.

 
 
Bürokratieabbau

Mit rund 50 Milliarden Euro wird die deutsche Wirtschaft jährlich durch Informations- und Auskunftspflichten belastet. Bis zum Jahresende 2011 hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, die Kosten um 25 Prozent zu reduzieren. Selbst wenn politisch diese Marke erreicht wird, kommt die Bürokratiereduzierung nicht spürbar bei den Unternehmen an. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass nicht alle Bürokratiekosten gemessen werden. Beispielsweise bleiben die Informations- und Auskunftspflichten auf europäischer Ebene sowie auf der Ebene der Länder und Kommunen außen vor.

 
 
Sanierungspolitik

Mehr Sanierungen, weniger Abwicklungen! Besonders in wirtschaftlich nach wie vor mit ganz erheblichen Unsicherheiten behafteten Zeiten braucht eine moderne Volkswirtschaft einen brauchbaren rechtlichen Rahmen für den Umgang mit Unternehmen in Schwierigkeiten. „Die Familienunternehmer – ASU“ haben maßgeblich daran mitgearbeitet, dass im Herbst 2011 das deutsche Insolvenzrecht so umgearbeitet worden ist, dass nun mehr Raum für Sanierungen statt die Betriebe nur zerschlagende Insolvenzverfahren geschaffen worden ist. Auch eine solche Reform gehört derzeit als einer von mehreren Schritten zu einer vorausschauenden, soliden Krisenpräventionspolitik.

 
 

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