
Niedrige Arbeitslosenzahlen und eine hohe Beschäftigtenanzahl zeichnen derzeit den deutschen Arbeitsmarkt aus. Es bedarf allerdings weiterer Anstrengungen, damit diese guten Zahlen gehalten werden. Es müssen mehr Anreize geschaffen werden, damit Menschen vom Empfang staatlicher Leistungen in Beschäftigung wechseln. Gleichzeitig müssen Arbeitsuchende besser als bisher marktgerecht aus- und weitergebildet werden. Die arbeitsmarktpolitischen Instrumente sind darauf auszurichten. Sämtliche Hürden, die Beschäftigung verhindern, müssen abgebaut werden.
Arbeitsmarkt
Mehr Beschäftigung für mehr Teilhabe am Arbeitsleben
Eine vernünftige Arbeitsmarktpolitik muss für die Menschen die Sicherstellung der Teilhabe am Arbeitsleben zum Ziel haben. Kaum etwas kann für einen Menschen mehr Würde besitzen, als das täglich Brot selbst zu erarbeiten. Staatliche Fürsorgeleistungen in Form von Sozialtransfers wiederum lassen den Menschen abhängig werden von der Leistung anderer. Es ist daher wichtig, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden für mehr Beschäftigung. Die aktuelle Tendenz in der politischen Diskussion hin zu mehr Regulierung lässt aber wenig Optimismus zu.
Durch die demografische Entwicklung der Gesellschaft, die auch vor dem Arbeitsmarkt nicht Halt macht, sind auch die Familienunternehmer vom Fachkräftemangel betroffen. Dennoch gilt auch hier das Motto: „Selbst ist der Unternehmer!“. Der Anspruch der Familienunternehmer ist es, erst selbst umfassend mit eigenen Maßnahmen im Unternehmen tätig zu werden, um die Fachkräfte von morgen zu gewinnen und im zweiten Schritt bessere politische Rahmenbedingungen anzumahnen.
Inwiefern muss Lohn- und Tarifpolitik zu sozialpolitisch gewünschten Ergebnissen führen? Diese Frage könnte man vor dem Hintergrund der Einführung eines flächendeckenden politischen Lohnes stellen. Ein politischer Lohn, der sich nicht am Markt bildet kann nicht „gerecht“ sein. Für viele Menschen, gerade jene im Niedriglohnbereich, würde er den Verlust des Arbeitsplatzes bedeuten. Welchen Wert hätte für diese Menschen dann noch die „gerechte“ Entlohnung?
Will man das Ziel, mehr Beschäftigung und mehr Teilhabe der Menschen am Arbeitsleben erreichen, brauchen wir auch weiterhin flexible Beschäftigungsformen, wie die Zeitarbeit. Sie hat einen wesentlichen Anteil daran, dass kurz nach der Krise wieder Arbeitsplätze in nennenswertem Umfang entstanden sind. Geblendet von den gegenwärtig guten Arbeitsmarktzahlen gibt es allerdings eine über die Parteigrenzen hinweg stattfindende Debatte darüber, ob man die flexiblen Beschäftigungsformen wieder stärker reglementieren sollte. Mögliche Negativfolgen bleiben unberücksichtigt.
Info-Kompakt
Info-Kompakt zum Urteil des LAG Berlin-Brandenburg
Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg (LAG) hat in seiner Sitzung vom
9. Januar 2012 die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) bezüglich der Tarifunfähigkeit der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personal-Service-Agenturen (CGZP) vom 14. Dezember 2010 bestätigt. Zusätzlich dazu wurde festgestellt, dass die Tarifunfähigkeit der CGZP auch rückwirkend zu den Zeitpunkten 29. November 2004, 19. Juni 2006 und 9. Juli 2008 bestand.
Stellungnahme
Eckpunkte für ein Gesetz zur „Leistungssteigerung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“
DIE FAMILIENUNTERNEHMER haben sich mit einer Stellungnahme zu den Plänen der Bundesregierung bezüglich der Neuordnung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente geäußert. Positiv aufgenommen wurde dabei, dass die öffentlich geförderte Beschäftigung zurück gefahren werden soll. Kritik wurde allerdings an dem nach wie vor mangelnden Wettbewerb bei der Arbeitsvermittlung und der Ausblendung der passiven Leistungen bei der Reform der Instrumente deutlich.
Stellungnahme
Befristete Arbeitsverhältnisse
Mit einzelnen Anträgen zu befristeten Arbeitsverhältnissen haben die Bundestagsfraktionen von SPD, Grünen und Linke versucht, diese flexible Beschäftigungsform weiter zu regulieren. DIE FAMILIENUNTERNEHMER haben sich in einer Stellungnahme gegen die Anträge gestellt und deutlich gemacht, wie wichtig, flexible Beschäftigung für den Arbeitsmarkt in Deutschland ist.
Stellungnahme
XVIII. Hauptgutachten der Monopolkommission
Das achtzehnte Hauptgutachten der Monopolkommission wurde durch DIE FAMILIENUNTERNEHMER mehrheitlich positiv aufgenommen. Besonders bei der Einschätzung der aktuellen Rahmenbedingungen in der Tarifpolitik hat sich unser Verband in der Argumentation der Monopolkommission wiedergefunden. Die Kritik an dem zunehmenden Eingreifen des Staates in die Lohnfindung entspricht der ordnungspolitischen Haltung der Familienunternehmer.
Pressemitteilungen
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